CDU Stadtratsfraktion interessiert sich für Zustand des Waldes

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein persönlicher Hinweis zur Berichterstattung über die Schäden im Diezer Wald.

Bei der Vorstellung des Gutachtens habe ich nachgefragt, ob ich dieses verwenden kann.

Schließlich handelte es sich um einen Anfrage der CDU zum Zustand des Waldes!

Ohne diesen Anstoß hätte es dieses Gutachten vermutlich gar nicht gegeben!

Mir wurde gesagt ich solle noch einen Moment warten, man wolle das Gutachten erst dem Betreiber vorstellen.

Nach anderthalb Woche bin ich davon ausgegangen, dass dieses Gespräch stattgefunden hat.

Zumal ich schon von Waldbesuchern angesprochen wurde, die unsere Anfrage kannten und das Treiben (Begutachtung)

im Wald mitbekommen hatten. Und auch in Facebook Kommentare zu lesen waren.

Gruß

Axel Fickeis

 

 

Im Oktober des vergangenen Jahres informierte uns der NABU Rhein-Lahn darüber, dass an dem Bäumen im Kletterpark erhebliche Schäden aufgetreten seien. Die Fraktion stellte daraufhin ein Auskunftsersuchen an die Verwaltung und bat um Mitteilung, inwieweit solche Schäden bekannt seien.

Am 15.02.21 wurde unsere Anfrage beantwortet. Der Verdacht des NABU hat sich bestätigt. Im Ergebnis bleibt festzustellen:

 

Während der Begehung wurden z.T. sehr starke Schäden festgestellt, die u.a. durch die Anbauten an den Bäumen über die Jahre entstanden sind. Baumkontrollen, die gemäß der FLL-Richtlinien einmal im Jahr durchzuführen sind, um die Verkehrssicherheit der Bäume - insbesondere in Freizeitanlagen - sicherzustellen und durch einen zertifizierten Baumkontrolleur zu protokollieren sind, wurden bis dato leider nicht durchgeführt. Durch die Anbauten an den Bäumen im Kletterwald sind diese jedoch über die Jahre zusätzlich weiter geschädigt worden, da die Anbauten und hier in ganz besonderen Maße die Plattformen sowie der Stammschutz mit den Drahtseilen nicht verändert, also nicht dem Dickenwachstum der Bäume folgend angepasst wurden. So kommt es an den betroffenen Bäumen zu Stauchungen am Stamm, wodurch der Baum nicht mehr richtig versorgt werden kann. An den betroffenen Stellen entsteht ein sogenannter Versorgungsschatten. Dadurch entstehen Versorgungsprobleme, welche die Bäume - da es sich auch um ältere Exemplare handelt - nicht mehr kompensieren können. Es werden sowohl sehr kurzfristig, als auch in den kommenden Jahren einige

dieser teilweise alten Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt werden müssen.

Wer letztlich die Einhaltung, der in der Baugenehmigung geforderten Schutzmaßnahmen für die Bäume, hätte kontrollieren müssen, ist ungeklärt.

 

Es ist auch nicht zielführend, wenn eine Biodiversitätsstrategie für mehr Blüten und

Artenvielfalt für die Stadt entwickelt wird, aber gleichzeitig der Stadtwald mit einer anderen Maßnahme eine erhebliche Schädigung erfährt. Eine Fortführung des Pachtvertrages erscheint unter diesen Bedingungen nicht sinnvoll.

 

Mein Fazit: „Wir kämpfen zwar für die Rettung des Regenwaldes, aber den Schutz der 2  Hektar Stadtwald kriegen wir nicht geregelt!“ (Axel Fickeis).

(A