Diezer Christdemokraten schauen positiv nach vorne

Archivfoto: CDU / Dagmar Schweickert
Archivfoto: CDU / Dagmar Schweickert

Diez. Im Rahmen ihrer letzten regulären Sitzung diesen Jahres haben die Vorstandsmitglieder des CDU Ortsverbands Diez einen Rück- und Ausblick gewagt und einige thematische Leitplanken in Sachen Innenstadtentwicklung gesetzt.

 

Wie Vorsitzender Maximilian Müller mitteilt, sei man mit Ausnahme der Mitgliederversammlung und der sich unmittelbar anschließen Konstituierung des Vorstands unter strengen Schutzvorkehrungen im Sommer seit Beginn der zweiten Corona-Welle umgehend wieder in die digitale Parteiarbeit gewechselt. „Diese funktioniert mittlerweile routiniert und auf hohem Niveau“, so Maximilian Müller. Zu seiner Begeisterung waren auch die älteren Mitglieder offen für die Möglichkeiten der digitalen Welt und haben sich dort schnell zurechtgefunden. So konnte neben den Vorstandssitzungen beispielsweise der erste Diez-Dialog der örtlichen Christdemokraten im Netz stattfinden. Auch den traditionellen Neujahrsempfang zum Einstieg in das Superwahljahr plane man in dieser Form. Analog war hingegen das Kalenderprojekt, bei dem Anfang November alle Haushalte der Stadt Diez einen CDU-Kalender mit bunten Motiven aus der Grafenstadt erhielten.

 

In der Stadtratsfraktion hat sich ebenfalls einiges getan: Fraktionsvorsitzender Axel Fickeis konnte in diesem Jahr mit Carmen Holzhäuser und Maximilian Müller neben einer neuen Frau auch das nunmehr jüngste Mitglied des Diezer Stadtrats begrüßen. Gleichwohl bedauere er das umzugsbedingte Ausscheiden von Arno Baumann, welcher über Jahre hinweg tatkräftig im Rat engagiert gewesen ist. Daher dankte die Partei einmütig dem bekannten (Alten-)Diezer Kopf, der durch sein vielfältiges Engagement auch weiterhin stark in Diez verwurzelt ist. Marco Rosso, der ebenfalls sein Ratsmandat niedergelegt hat, wird der Stadt Diez in der Funktion des 1. Beigeordneten erhalten bleiben.

 

Thematisch stand bei der CDU das Thema Innenstadtentwicklung auf der Agenda. Mit Blick auf die durch Corona verschärfte Situation des Einzelhandels können sich die CDU-Kommunalpolitiker eine verkehrsberuhigte Fußgängerzone oder die Umwidmung von Geschäfts- in Wohnnutzung nicht vorstellen. „Die Innenstadt lebt ein Stück weit auch vom  Durchgangsverkehr. Eine reine Fußgängerzone bereitet dabei vielen Gewerbetreibenden Kopfzerbrechen“, berichtet Ratsmitglied Claudia Fuchs. Hingegen solle die Stadt mittelfristig mehr in Barrierefreiheit investieren und langfristig ein Parkmanagementsystem installieren. Sitzgelegenheiten für die Lahnanlagen und die Verbindung der Sehenswürdigkeiten mit QR-Codes als eine Art „virtuelle Stadtrallye“ stehen bei der Diezer CDU ebenfalls im Programm.

 

Schlussendlich tauschten sich die Christdemokraten noch über den anstehenden Landtagswahlkampf aus. CDU-Landtagsabgeordneter und Fraktionsvize, Matthias Lammert, berichtete über die mit der Coronapandemie verbundenen Herausforderungen. „Wir werden einen Wahlkampf unter ganz neuen Vorzeichen erleben“, ist sich der Diezer CDU-Parlamentarier sicher. Auch im Wahlkampf gehe der Gesundheitsschutz vor. Viele Aktivitäten würden daher ins Netz verlagert. „Dennoch hoffen wir auf einen Regierungswechsel nach über 30 Jahren SPD-Regierung“, so Lammert.