CDU spricht mit Prof. Stefan Schäfer über die Zukunft von Euro und Europa.

 

Die Informationsveranstaltung zum Thema „EURO – Zukunft der Gemeinschaftswährung“ war gut besucht und bot neben einer Vielzahl von Informationen auch die Möglichkeit zu Diskussionen über die aktuellen Entwicklungen in Europa. Der Referent Prof. Dr. Stefan Schäfer begann mit einer umfassenden Einführung in das Thema. Die Einführung des EURO ist in der Geschichte einmalig. Inzwischen haben 19 Staaten ihre eigene Währung zu Gunsten der Gemeinschaftswährung aufgegeben. Eine höhere Inflation, wie allgemeine befürchtet, war nicht die Folge. Der EURO war kein TEURO!

 

Die Sorgenkinder unter den Mitgliedsstaaten sind im Moment vor allem Griechenland und Italien. Deren wirtschaftliche Situation wird derzeit durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank etwas geschönt. Dauerhaft ist dies aber keine Lösung, das Problem wird nur aufgeschoben. Die Frage, ob nicht die Notenbanken direkt Staatsschulden tilgen sollten, um die Haushalte zu entlasten, wurde vom Referenten ausdrücklich verneint. Die Gefahr, dass ein   „Fass ohne Boden“ geöffnet würde,  wäre zu groß. Zudem sind auch die Möglichkeiten einer solchen Strategie endlich. Weitere Themen waren die endlosen Diskussionen um den BREXIT, die von Italien angestoßene Idee einer Parallelwährung oder die Einführung einer Transferunion ähnlich des Länderfinanzausgleiches in Deutschland. Die von Axel Fickeis moderierte Fragerunde zeigte die vielschichtigen Facetten der europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik. Auch Unterschiede in der Mentalität zwischen Süd-Nordeuropäern spielen hier eine Rolle.

 

Im Fazit bleibt festzuhalten, es macht mehr Sinn sich für Europa und die Lösung seiner Probleme einzusetzen, als die Union zu spalten!