Besuch beim Fachinger Brunnen

Foto: Max Müller
Foto: Max Müller

 

 

Bei einem Besuch der Fachingen Heil- und Mineralbrunnen GmbH informierte sich der Gemeindeverband über die aktuelle Situation des Unternehmens. In Fachingen wird aus einer Quelle das wohl bekannteste deutsche Heilwasser  gewonnen.

 

Bestimmendes Thema war dabei ein Gutachten über die Gefährdung des Grundwassers, welches im Zusammenhang mit dem geplanten Schweinsmastbetrieb in Birlenbach für Aufsehen gesorgt hat.

 

 

Der Geschäftsführer Herr Wolters und der Betriebsleiter Herr Stahl stellten das Gutachten vor und verwiesen auf die Gefahren die durch eine Verunreinigung des Grundwassers für den Heilbrunnen entstehen können. Dabei sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Europäische Union bereits 2016 Deutschland wegen Überschreitung der Grenzwerte für Nitrat im Grundwasser vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt hat.

 

Ein Problem bei der Bewertung des Gutachtens ist, dass nicht mit letzter Sicherheit eine Verunreinigung des Grundwassers vorausgesagt werden kann. Wird dann allerdings eine Verseuchung erkannt,  ist es aber auch leider zu spät für Gegenmaßnahmen. Die Quelle wäre irreparabel zerstört.

 

 

Die CDU steht für eine Förderung von unternehmerischem Handeln. Dies gilt auch grundsätzlich für die Errichtung und Ausbau eines landwirtschaftlichen Betriebs. Werden allerdings bei der Bewertung des Gutachtens Risiken mit Auswirkungen auf die Allgemeinheit und auf die Existenzgrundlage eines anderen Unternehmens festgestellt, sollte auf eine Genehmigung des Vorhabens verzichtet werden. Anzumerken bleibt, dass es derzeit keinen prüfungsfähigen Bauantrag für das Vorhaben gibt.